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. Rosenrezepte
Von den eigentlichen Rosen soll aber dieser Text hier handeln:
So ganz einfach sind sie ja nicht, diese Königinnen der Blumen, sie wollen gehegt und gepflegt werden, man muss den Boden vorbereiten, richtig gießen, düngen und schneiden.... da dies aber kein Gärtnerkurs werden soll, widmen wir uns lieber den schönen Seiten der Rose -- Dem Genuss.
Im Frühling und Sommer blüht es nicht nur im Garten, sondern auch schon mal auf dem Teller. Und das nicht nur am Tellerrand... Blumen im Essen, das sieht toll aus und schmeckt. Schon unsere Großmütter nutzten den Garten als Nutzgarten und die Blumen nicht nur für das Auge. Angebaut wurde alles für den eigenen Bedarf, was man nicht gleich verwenden konnte wurde eingeweckt, gesäuert, versaftet oder getauscht, eingekellert oder kandiert.... Sie schnipselten Gänseblümchen in den Wildkräutersalat oder die Suppe, färbten mit Ringelblumenblüten die Butter gelb, stellten Löwenzahnhonig her, sammelten Brennnesseln für Salat, würzten mit Kapuzinerkresse und verzierten Torten mit kandierten Veilchen und Rosenblüten. Neben den bekannten essbaren Blüten wie Kapuzinerkresse oder Borretschblüten eignen sich auch Duftgeranien (Pelagonien). Sie duften nach Bananen oder Stiefmütterchen, schmecken nach Kaugummi. Auch mit Nelken und Ringelblumen lassen sich wunderbare Gerichte zaubern. Zudem eignen sich alle Blüten von Kräutern für die Blütenküche (Borretsch, Majoran, Rucola).
Wer heute schnell "Essbare" Blüten möchte, sollte wissen, dass sich der Handel darauf eingestellt hat und es fertige Samenmischungen für Essbare Blüten günstig zu kaufen gibt.
Auch Rosen geben vielen Speisen den besonderen Pfiff. Sie werden als Heilpflanzen genutzt, seit es Menschen gibt. Ihre ältesten Spuren sind 40 Millionen Jahre alt. In China, im Ayuryeda Indiens, im alten Persien, Griechenland und Rom ist die wilde Rose bereits seit Jahrtausenden im Arzneischatz enthalten. Die Perser waren große Kenner der Rosen und verstanden die Kunst, sie zu veredeln. Bereits im achten Jahrhundert nach Christus blühte hier der Handel mit Rosenöl und Rosenwasser.
Einige der alten überlieferten Rezepte möchte ich Euch hier vorstellen und Euch einige Verwendungsmöglichkeiten zeigen, auf die man vielleicht nicht auf Anhieb beim Begriff "Rose" kommt.
Am besten geeignet für diese Zwecke sind kräftig riechende Arten, aber auch Verzehrgeeignet müssen sie sein!
Favoriten für Lebensmittelzwecke sind für mich eindeutig die Konditorrose (nicht umsonst der Name!) - Rosa gallica ´Conditorum`, aber auch andere Gallica-Rosen, sowie Damaszener-Rosen, Zentifolien und Moosrosen. Es ist ja wichtig, dass die Rose nicht nur duftet, sondern auch ihr Aroma abgibt. Das heißt Geschmack und auch Duft!!
andere besondere Arten in Farbe oder Geschmack sind: Blutrot: Erotika, Duftbella Leuchtendrot bis Lachs: Herzog v. Windsow, Sympathie, Duftwolke Rosa: Carina, Pariser Charme Gelb: Gloria Dei, Sutter´s Gold Weiß: Edelweiß, Schneewittchen, Pascali Blau: Shocking Blue, Mainzer Fastnacht, Silver Star
Rosenblüten möglichst früh morgens pflücken. Sonne vermindert Duft und Aroma. Für eine schöne Farbe sorgen kräftig rote Sorten wie z.B. "Sympathie". Zwei von diesen Exemplaren im Garten sichern nach zwei Jahren Rohstoffe für viele Rosenrezepte. Nachfragen beim Händler ob die jeweilige Rosenart verzehrfähig ist!! Bei einigen Arten steht es dabei: "nicht für den Verzehr geeignet", aber wo nix steht, BITTE nachfragen.
Was macht man nun mit den Rosen? Außer sie anzuschauen und daran zu riechen? Man kann sie z.B. zu Naschwerk verarbeiten, für kosmetische Zwecke verwenden, damit Basteln, Collagen herstellen und andere nützliche Dinge, einige möchte ich Euch gerne hier vorstellen:
Wichtiger Hinweis: Die Pflanzen, die Sie für die Küche verwenden, dürfen natürlich nicht mit Pflanzenschutzmittel (Pestiziden) belastet sein! Und der etwas bittere schmeckende Blütenboden lässt sich mit einer sauberen Haushaltsschere beseitigen.
Essbare Zubereitung Konservieren lassen sich die Blüten in Zucker, Öl oder Butter oder in dem man sie kandiert. Blüten-Eiswürfel verzieren Getränke und Cocktails. So steht auch in der Winterzeit dem Rosengenuss nichts im Wege.
Warum nimmt man manchmal frische Blüten und manchmal getrocknete? Um einen Auszug zu machen braucht man die Inhaltsstoffe, diese werden an den Alkohol oder an die Trägeröle abgegeben, dann ausgesiebt. Im Trägerinedium verbleibend könnten sie gären oder schimmeln und so Gifte produzieren oder andere Stoffe die das Produkt verderben. Für Dekorationszwecke nimmt man deswegen meist getrocknete Blüten oder man wählt die Konzentration des Produktes so, dass keinerlei Keime entstehen können (Zucker oder Alkohol).
Rosenblütenmarmelade
Rosenblüten in großen Topf geben, Wein und Wasser zugeben. 24 Stunden ziehen lassen, abseihen der Blüten (Blüten nochmals ausdrücken). Aufkochen des Blütenweins, Zucker zugeben und einen Spritzer Zitronensaft, 2 Minuten kochen lassen und dann in Gläser abfüllen. In die Gläser vorher einige der Rosenblüten geben, sieht schöner aus. Ohne Deckel erkalten lassen, zuschrauben - fertig. © 2005 by Blaze
Rosenmarmelade
für 3 Gläser á ca. 100ml 250g rote Rosenblüterblätter 1 kg Puderzucker
Die Rosenblütenblätter (essbar!) verlesen, nur unbeschädigte Blätter verwenden, dann waschen und gut trockentupfen. Die Blätter mit dem Puderzucker auf einem Backbrett mischen. Mit einem Nudelholz solange darüberrollen, bis auf den Rosenblättern und dem Zucker eine zähflüssige Masse geworden ist. In sorgfältig mit kochendem Wasser ausgespülte, kleine Gläser füllen und sofort luftdicht verschließen.
Als Variationen kann man auch gelbe oder weiße Rosenblütenblätter verwenden.
Rosen-Holunder Gelee
750g Holundersaft 250g Rosensaft 3 Zitronen 1200g Gelierzucker 1 Päckchen Vanillinzucker 1 Gläschen Rosenlikör
© 2005 by Frau Hedwig Dickhaut, Rosenfreundeskreis Dortmund
Rosenquark mit Erdbeer-Mus
Die Zitronen waschen, die Schale abreiben und die Frucht auspressen. Sahne mit Sahnesteif steif schlagen und mit dem Quark verrühren. Bei Bedarf mit Rosengelee oder Rosenzucker zuckern. Den Zitronenabtrieb und -saft dazugeben und mit dem fein geschnittenen Rosenblättern vorsichtig unter die Quarkmasse heben. Für das Erdbeer-Mus die gespülten und geputzten Erdbeeren mit dem Zucker und Zitronensaft pürieren. Den Rosenquark auf Tellern anrichten, das Erdbeer-Mus darüber geben und mit glasierten Rosen dekorieren.
Amönenburger Rosenkugeln
Die eingelegten Rosenblütenblätter und den Honig in eine Küchenmaschine geben und solange durchrühren, bis die Blütenblätter zerkleinert sind. Das Marzipan in kleinen Stückchen hinzufügen und kräftig durchkneten lassen. Dann den Dinkel, die feingemahlenen Nüsse und Mandeln untermischen und alles gut durchkneten lassen. Den Teig aus der Küchenmaschine nehmen, zu einem Kloß formen und in einem Gefrierbeutel gut verschlossen für 24 Stunden in den Kühlschrank legen. Dann ist der Teig gut durchgezogen und kann zu Kugeln geformt werden. Man setzt sie auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist und trocknet sie an einem luftigen Ort. Will man sie bald verbrauchen, kann man sie vorsichtig im Backofen bei 50 Grad trocknen. © 2005 by Fraú Hedwig Dickhaut, Rosenfreundeskreis Dortmund
Gebackene Rosen Aus 80 g Mehl, 250ml Wasser und etwas Salz einen glatten Teig rühren. 2-3 Eidotter und 1/8 l trockenen Weißwein dazugeben, gut verquirlen. Das geschlagene Eiweiß darunterziehen. 16 Rosenblüten säubern, durch den Teig ziehen und in dem heißem Fett ausbacken. Anschließend mit Zucker bestreuen und servieren.
Eine Traumtorte mit Rosen "WDR Gartengeschichten" konnte den Drei-Sterne-Koch Jean Claude Bourgueil aus Kaiserswerth gewinnen, eine Torte zu kreieren, die traumhaft aussieht, lecker schmeckt und zudem leicht nachzumachen ist. Die Zutaten sind überall erhältlich. Konzipiert ist sie als Hochzeitstorte, aber sie verschönert auch jedes andere Fest. Jean Claude Bourgueil hat dem WDR sein persönliches Rezept zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt: Für den Biskuitboden: 12 Eigelb 6 Volleier 9 Eiweiß 380 g Zucker 150 g Mandelgrieß 150g Weizenpuder 40 g Vanillezucker Prise Salz
Den Zucker in einem Topf bei geringer Wärmezufuhr langsam flüssig werden lassen. Achtung: Zucker darf nicht karamellisieren! Anschließend mit Eigelb, Volleiern, Weizenpuder, Mandelgrieß und Vanillezucker verrühren. Eiweiß schlagen und vorsichtig unter den Teig rühren. Eine Prise Salz dazu geben. Masse auf 2 Backbleche verteilen und bei 180 Grad Celsius ca. 10 Minuten backen.
12 Eigelb 12 Volleier 600 g Zucker 850 g Butter ca. 1 TL Rosenwasser (in der Apotheke erhältlich) rosa Lebensmittelfarbe
Zucker ebenfalls flüssig werden lassen und mit Eiern verrühren. Anschließend mit weicher Butter und Rosenwasser verrühren. Zum Schluss nach und nach so viel Lebensmittelfarbe hinzugeben, bis die Buttercreme die gewünschte Farbe hat.
100 g Zucker 500 ml Wasser Kirschwasser Rosenwasser
Den Zucker im Wasser auflösen.
Anschließend je nach Geschmack etwas Kirsch- und Rosenwasser hinzufügen.
Nicht zuviel: Der Geschmack soll nur angedeutet sein. 250 g Wasser 250 g Zucker 3 Blätter Gelatine rosa Lebensmittelfarbe
Wasser mit Zucker vermischen und
langsam in einem Topf warm werden lassen. Die Gelatine darin auflösen
und schließlich mit roter Lebensmittelfarbe einfärben. Wahlweise können
Sie auch einfach roten Tortenguss nehmen. © by WDR Fernsehen (http://www.wdr.de/tv/tour/liebeundtriebe.phtml)
Rosenlikör I
200 Gramm stark duftende
Rosenblütenblätter Von den frisch gepflückten Rosenblütenblättern die bitteren Stielansätze entfernen. Die Blätter in eine Porzellanschüssel legen und mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, so dass sie knapp bedeckt sind. Zugedeckt 12 Stunden ziehen lassen. Das Rosenwasser in einem Topf seihen und den Zucker dazugeben. Unter ständigem Rühren erhitzen, den Topf vom Feuer nehmen. Wenn die Flüssigkeit erkaltet ist, Korn und Weinbrand unterrühren. Den Likör in Flaschen füllen, gut verschlossen etwa 4 Wochen kühl und trocken lagern.
Rosenlikör II
Rosenlikör III
Blütenblätter von 15 Duftrosen
Die Rosenblätter, den Kandiszucker, die Vanillestange und den weißen Rum in ein verschließbares Gefäß geben und an einen warmen Ort stellen. Nach ungefähr 3 Wochen die Rosenblätter abseihen. Tipp: Anstelle von Rum kann man auch einen klaren Korn verwenden. © by Frau Hedwig Dickhaut, Rosenfreundeskreis Dortmund
Rosenlikör IV
75 g rote Blütenblätter duftender Rosen 250 ml Wodka 375 g Zucker
Die Rosenblätter sorgfältig verlesen, beschädigte nicht verwenden. Dann waschen, trocknen und in eine Flasche füllen. Mit dem Wodka übergießen. Die Flasche verschließen und etwa 14 Tage bei Zimmertemperatur dunkel gestellt stehen lassen. Danach den Zucker mit 500ml Wasser zu Sirup verkochen und erkalten lassen. Den Rosenwodka mit der Zuckerlösung vermischen, durch ein sauberes Leinentuch gießen in in Flaschen füllen. Nach einigen Wochen Lagerzeit ist der Likör genussfertig.
Rosen-Hagebutten-Likör
500g Hagebutten 250g Rosenblüten, vorzugsweise Duftrosen 150g Kandiszucker 700ml Schnaps (Obstler oder Doppelkorn)
Man gibt die gewaschenen, abgetropften und zerkleinerten Hagebutten (mit Kernen) und die restlichen Zutaten in ein verschließbares, ausgekochtes Glas und lässt es verschlossen 4-6 Wochen an einer warmen Stelle stehen. Täglich durchschütteln. Anschließend filtriert man und lässt den Likör noch einige Zeit stehen. Lange haltbar, er reift nach. Wer mag kann den Likör auch durch Zugabe von Gewürzen wie : Nelken, Zimt, Vanillestangen oder auch Mandeln oder Orangen verfeinern.
Erdbeer-Rosen-Bowle
Rosenbowle
20 Duftrosenblätter 1 Flasche trockener Weißwein 2 Schnapsgläschen Rosensirup oder Rosenwasser 150 g Rosenzucker ½ Vanillestange 1 Messerspitze Zimt Saft von zwei Orangen 1 Flasche Sekt 1 Flasche Selters
Zubereitung:
Rosenschnaps
Eine Handvoll von duftenden
Rosenblüten (120-150 g) locker in einen breiten Topf legen, 50-100 g
Kristallzucker darauf geben; 125ml klaren Schnaps (35%ig) zugeben, Deckel
darauf und an einem dunklen Ort 30 Tage lang stehen lassen. Durch ein
Sieb geben und in eine saubere Flasche füllen.
Rosenessig I
Rosenessig II
40g getrocknete Blütenblätter von roten Rosen 500ml Weißwein-Essig
Die Blütenblätter verlesen, abspülen und trockentupfen. Den Essig in ein verschließbares Glas geben, die Rosenblätter zufügen. Etwa 10 Tage verschlossen an einem warmen Ort ziehen lassen. Jeden Tag etwas schütteln. Nach den 10 Tagen durch einen Kaffeefilter gießen und in eine Flasche abfüllen. Dunkel aufbewahren. Tipp: Rosenessig kann wie normaler Essig in der Küche verwendet werden. Mit Wasser verdünnt eignet er sich aber auch zur Körperpflege und als Gurgelwasser bei Halsschmerzen. Dazu nimmt man 2 EL Rosenessig auf 1 Glas lauwarmes Wasser.
Rosenblütenkonzentrat
Zubereitung
In ein passendes Einkochglas die
Rosenblütenblätter abwechselnd mit dem Zucker einstreuen und fest
zusammendrücken. Den Zitronensaft darüberträufeln und das Glas gut
verschlossen etwa 10 Tage an einen sonnigen Platz stellen.
Copyright © Quelle unbekannt, aber ein wichtiger Hinweis: bei Herstellungen für den Lebensmittelbereich immer absolut sauber, Hygienisch und sorgsam arbeiten...Lebensmittelvergiftungen oder Bakterien sind nicht wirklich angenehm!!
Rosenzucker I 700 g Zucker 50 g gehackte Rosenblätter (unbehandelt)
Zubereitung:
Rosenzucker II
Rosenhonig
© 2005 by Elokin
weitere Rosenrezepte siehe: Rezepte für die Schönheit / Rosenrezepte |
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